5 Ideen für mehr Kreativität

Welcome back – hier bin ich wieder! Nach zwei Wochen Pfingstferien sitze ich seit heute wieder am Schreibtisch. Und mache mir Gedanken, wie du noch besser in deinen Ausdruck kommst. Deine Heldinnen-Geschichte im Business noch bunter, lebendiger und anrührender erzählen kannst. Und weil mir meine zweiwöchige Pause – auch auf meinen Social-Media-Kanälen – so gut getan hat, teile ich diese Woche fünf Ideen für mehr Kreativität mit dir, die alle ganz old-school funktionieren. Also ganz ohne WLAN, Status- oder Story-Update. Here we go … 

Kreativitätshack No. 1: Einfach mal abtauchen. 

Mein Sohn hat den Pool in unserem Ferienhaus gesehen, sich die Klamotten vom Leib gerissen und war fortan nur noch im Wasser zu finden. Abtauchen war das Motto seines Urlaubs. Mir als Mama war natürlich wichtig, dass er dabei seine Schwimmflügel trägt – damit er nicht im tatsächlichen Wortsinn „abtaucht“. 

Auch im Business empfinde ich gelegentliches Abtauchen als heilsam. Denn wer immer im ON ist, immer im Außen, verliert die Fähigkeit, auf sich selbst zu hören. Hinzuhorchen und bei sich selbst nachzufragen, was wirklich anliegt und wichtig ist. Dabei ist gerade das Wissen – Wer bin ich? Und was habe ich eigentlich zu sagen? – eine DER Grundvoraussetzungen, um erfolgreich sichtbar zu werden. 

Denn Kommunikation funktioniert immer von Innen nach Außen. Erst, wenn du dir selbst lange genug zugehört hast, wenn du selbst deine Botschaften wahrnehmen und formulieren kannst, kannst du sie auch klar und bestimmt nach Außen tragen. Und dein bestes Publikum damit begeistern. 

Also: Gönn dir diese Zeiten, in denen du nur auf dich selbst schaust. Denn der innere Dialog ist immer Voraussetzung, um auch mit anderen in den Austausch zu gehen. 

Happy introspection!

5 Ideen für mehr Kreativität
Kreativitätshack No. 2: In die Weite blicken. 

Auch so etwas, was wir viel zu häufig vergessen, im übervollen Alltag. Denn wer immer nur das Klein, Klein vor Augen hat – den anstehenden Blogartikel, den überfälligen Facebook-Beitrag, den nächsten Newsletter-Versand – verliert oft das große Ganze aus den Augen. 

Versteh‘ mich nicht falsch: Das daily business und das Umsetzen nach dem Ausdenken sind enorm wichtig. Allein: Du solltest dein Fernziel kennen. Solltest wissen: Was möchte ich langfristig mit meiner Kommunikation erreichen? Was treibt mich an und um? Was ist mein übergeordnetes Thema? Kann ich es in einem Satz oder gar in einem Wort zusammenfassen? Und welche Werte sind es, die mich auf meinem Weg begleiten? 

Denn wer schon vorab ein paar Leitlinien für das „nach Draußen gehen“ festlegt, kann hinterher im Detail noch klarer kommunizieren. Kann seine Botschaften strategisch nach draußen bringen, statt vor allem aus der Situation heraus zu agieren. Denn aus einem großen Thema auf viele kleine Details zu kommen, ist oft wirkungsvoller als aus Details zu einem einheitlichen Rahmen. 

Wenn du also das nächst Mal auf eine übervolle To-Do-Liste blickst, dann frage dich: Was soll deine Kommunikation langfristig für dich erreichen? Wie zahlen einzelne Maßnahmen auf deine allerwichtigste Botschaft ein? Zahlen Sie überhaupt darauf ein? Wenn nein: Loslassen, weg damit – und neue Ideen für mehr Kreativität entwickeln …

5 Ideen für mehr Kreativität
Kreativitätshack No. 3: Neues probieren.  

Pimientos de Padrón statt Paprikagemüse. Insalata russa statt Kartoffelsalat. Auf Reisen lieben ich es, in fremde Kulturen und ihre Küchen einzutauchen. Klar, haben wir im Urlaub fleißig Tapas verkostet und Meeresfische auf dem Grill geröstet. Und selbst unsere Kinder haben Speisen und Gerichte ausprobiert, die ihnen in Deutschland nie auf die Gabel und erst recht nicht in Mund und Magen kämen. 

Neues Probieren heißt für dein kreatives Schreiben und Denken: 

3.1: Nutze ein anderes Werkzeug.

Wenn du vor dem Bildschirm mit deinen Gedanken nicht weiterkommst, schnapp dir Stift und Papier und schreibe von Hand. Probiere dabei ruhig verschiedene Kulis, Füller, Bleistifte … aus bis du einen findest, bei dem du wirklich „in den Schreibfluss“ kommst. Alternativ: Halte deine Ideen als Skizzen oder Collagen fest. Oder spreche sie als Tonaufnahme in dein Smartphone. Hauptsache, weg vom Bildschirm! 

3.2: Gehe an einen anderen Ort.

Am Schreibtisch stockt‘s?! Dann richte dir einen Pop-Up-Arbeitsplatz ein, an dem deine kreativen Energien wieder ins Fließen kommen: im Park oder Wäldchen, am See, auf dem Berg. Für noch mehr Kreativ-Kitzel einfach mit einer kurzen Bewegungseinheit kombinieren – am besten ist eine Ausdauersportart mit regelmäßigen, fließenden Bewegungen, die auch deine Gedanken ins Fließen bringen. Dazu gehören: Schwimmen, Walken, Joggen … 

3.3: Aktiviere alle deine Sinne für dein Projekt.
  • Wie würde dein Text/deine Idee schmecken – fruchtig-frisch oder kräftig-gehaltvoll?
  • Wenn dein Text/deine Idee ein Song wäre, wie würde er heißen, wie würde er klingen? 
  • Welche Farben kommen dir in den Sinn, wenn du an deinen Text/deine Idee denkst? 
  • Wenn deine Text/deine Idee eine Person wäre, wie würdest du sie beschreiben: männlich/weiblich, laut/leise, weise/jugendlich …? 
  • Wenn dein Text eine Blume wäre, wie sähe sie aus: Zart oder schon groß gewachsen? Mit feinem Duft? Oder stacheligen Dornen? 

Deine Hirnwindungen glühen schon mal vor? Dann nichts wie los und Neues probieren. Nutz‘ meine Ideen für mehr Kreativität!

5 Ideen für mehr Kreativität
Kreativitätshack No. 4: Türen öffnen. 

Für meinen Sohn sind Türen immer eine Einladung, sie zu öffnen. Das verdeutlich vielleicht am besten dieser Schnappschuss aus dem Urlaub.  

Oft wünsche ich mir diesen Blickwinkel für mich selbst. Denn so oft haben wir das Gefühl: „Das kann ich nicht.“, „Das passt nicht zu mir.“, „Das macht man so nicht.“ – Wichtig ist, dass wir bei solchen Emotionen nicht stehen bleiben. Sondern unsere (oftmals selbstgesetzten) Grenzen – die geschlossenen Türen – reflektieren. 

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Du möchtest dein Angebot endlich auch in Bewegtbild zeigen. Redest dir aber ein: „Ich kann kein Video. Ich sehe komisch auf Aufnahmen aus. Und außerdem ist mir die Technik zu kompliziert.“

So ein Widerstand hat immer zwei Dimensionen: eigene innere Grenzen und (wahrgenommene) äußere Grenzen. 

Die inneren Hürden musst du selbst nehmen. Indem du dich fragst: Warum scheust du tatsächlich vor Video zurück? Was stört dich an deinem Selbstbild auf Kamera? Hast du vielleicht eine viel zu hohe Erwartung an dich selbst, nämlich, dass du eine neue Technik gleich beim ersten Mal meisterst? Statt anzuerkennen, dass Lernen immer ein Prozess ist, bei dem du dir erlauben darfst, nach und nach besser zu werden. 

Und wenn du nicht weiterkommst: Frag andere, ob deine Selbstwahrnehmung („Schaut ja schlimm aus!“) korrekt ist, oder einfach nur eine groteske Verzerrung durch das Auge deines inneren Kritikers. 

Bei den äußeren Grenzen („Technik zu kompliziert“) darfst du aktiv um Hilfe bitten. Einen Kurs belegen, einen Freund oder eine Freundin fragen, vielleicht sogar einen Techniker einschalten, der einen Teil der äußeren Hindernisse für dich wegräumt bzw. wegprogrammiert. Und dann? Dann machst du es wie mein Junge: Türen auf! Denn da, wo wir den meisten Widerstand spüren, können wir oft auch am meisten wachsen. 

5 Ideen für mehr Kreativität
Kreativitätshack No. 5: Licht und Dunkel betrachten.  

Erst die Dunkelheit hat die hübschen Poollichter im Urlaub so richtig zur Geltung gebracht. Erst in der Dämmerung hat das Windlicht seinen ganzen Charme entfaltet. 

Auch im Business hilft es, neben den lichten die dunklen Momente zu betrachten. Dich nicht nur zu fragen: Welche Themen begeistern meine Kunden? Sondern auch: Was interessiert sie absolut gar nicht? Nicht nur: Wie kann ich ihnen am besten weiterhelfen? Sondern auch: Was nützt ihnen überhaupt nicht? Nicht nur: Was soll meine Kommunikation bewirken? Sondern auch: Was soll sie verhindern? 

Indem wir auch die umgekehrte Perspektive einnehmen, beleuchten wir ein Thema von allen seinen Seiten. Geben wir allen Aspekten ihren Raum und entdecken dadurch Neues. 

Und was kannst du sehen, wenn du das Licht ausknipst? 

Resümee: Fünf Ideen für mehr Kreativität. 

Ich starte jetzt mit meiner Extra-Portion Pausen-Power in den Sommer und wünsche dir ganz viel Spaß auf deiner Heldinnenreise durch die warme Jahreszeit. 

PS: Wenn dir meine fünf Ideen für mehr Kreativität gefallen oder sogar genützt haben, dann hinterlass‘ mir doch einen Kommentar unter diesem Beitrag oder schreib‘ mir auf Instagram oder bei Facebook. Ich bin dann jetzt wieder online 😉 

Und nicht vergessen: In jeder Solo-Unternehmerin steckt auch eine Heldin!